Baupolitik mit Augenmaß und Weitsicht gefordert

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Die Baupolitik und darin insbesondere die Ausweisung von Baugebieten folgt in der SG Hambergen
unserer Meinung nach allzu oft allein dem Ziel, Einwohner*innen zu gewinnen oder halten zu wollen, ohne dass die Bau- und Wohnungspolitik in eine ganzheitliche Ortsentwicklung eingebettet wäre. Indem die Entwicklung der Baugebiete größtenteils sogenannten Investoren überlassen wird, verzichten die Gemeinden auf die Möglichkeit, eigene Ideen oder die der Bürger*innen einzubringen.

Im Gegenteil, man erfüllt den Wunsch nach maximaler Anzahl von Grundstücken für Einfamilienhäuser, indem man in den geplanten Baugebieten „Am Windhornsfeld“ und „Auf der Litt“
Waldstreifen zu Nichtwald erklären lässt, Abstandsregeln zu Wäldern minimiert oder sogenannten
„wertlosen“ Naturflächen den Waldstatus entziehen möchte. Der Naturschutzaspekt kommt zu kurz.

Auch die Gemeinden Hambergens sollten einen Teil zum Klimaschutz beitragen und untersuchen,
inwieweit leerstehende Immobilen und Lückenbebauung genutzt werden können. Den Gemeinden
nach soll die Versiegelung von Flächen unbegrenzt weiter gehen.
Auswirkungen auf Infrastrukturthemen wie die Verkehrsmenge, Parkplätze, Freizeitangebote werden
offensichtlich nicht behandelt. Dem auch in Hambergen unaufhörlich anwachsenden Pkw-Verkehr
haben die Räte in Hambergen nichts entgegenzusetzen. Alternativen dazu werden nicht entwickelt
oder an anderer Stelle eingefordert.


Für uns GRÜNE Hambergen fehlt auch die nötige Transparenz. Grundstücks- und Investorenfindung,
Bebauungsart der Flächen müssen mit verstärkter Bürgerbeteiligung durchgeführt werden. So sollte
unserer Meinung nach mehr Wert auf bezahlbaren Wohnraum gelegt werden.
Die Gründe, warum die Einwohnerzahlen stagnieren oder zurückgehen, sind nicht evaluiert worden.
Man geht bei den Entscheidungen, die die Zukunft unserer Gemeinde betreffen, zu oft nach
„Bauchgefühl“ vor. Vermutungen werden wie Fakten behandelt

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